Erotisches
Erotik bezeichnet ursprünglich die
sinnlich-geistige Zuneigung, die ein Mensch einem anderen
entgegenbringt. Sie wird von Sexualität und Liebe insofern
unterschieden, als Sex die trieb- und körpergesteuerte, Liebe die
emotional-seelische und die Erotik die psychologisch-geistige
Anziehung zu einer anderen Person bezeichnet.
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Diese Unterscheidung wird in der Umgangssprache jedoch nicht
vollzogen. Hier ist Erotik zumeist gleichbedeutend mit Sexualität,
wobei die Erotik noch von der Pornografie abgegrenzt wird. Im Sinne
dieser Unterscheidung zielt letztere nicht auf die phantasievolle
sexuelle Erregung, sondern auf die pure Befriedigung des Sexualtriebs.

Die Intensität
der „erotischen Ausstrahlung“ bzw. der „erotischen Signale“, die
andere Menschen „senden“ wird keineswegs nur durch den blossen Anblick
eines möglichst hohen Grads von Nacktheit eines menschlichen Körpers
bestimmt, vielmehr können auch bestimmte Kleidungsstücke und
Gegenstände (s. Fetisch), die Mimik und Gestik einer Person,
Sprach-melodie und -färbung, Körperhaltungen und Handlungen von
Menschen oder deren Abbilder Erotik erzeugen.
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Erotische Fantasien haben seit jeher den menschlichen Geist
beschäftigt. Sie haben sich gegen die Sitten und öffentliche Moral
jedweder Zeit behauptet und sich wider jedes Tugendideal durchgesetzt.
Dies bezeugen die unzähligen erotischen Gedichte, Bücher, Bilder,
Fotografien und Filme aus allen Epochen der Kulturvölker.

Da Sexualität und Partnerschaft Grundbedürfnisse des Menschen sind,
stellen sich die Fragen nach der Organisation des Gemeinschaftslebens,
dem Verständnis von Liebe, den konkreten Ausprägungen von sexuellen
Handlungen zu allen Zeiten. Während der Zeitgeist bestimmter Epochen
die Erotik gesellschaftlich mehr oder weniger zu unterdrücken suchte
(z. B. im Viktorianischen Zeitalter), hatte die Erotik zu anderen
Zeiten Hochkonjunktur, etwa in der Epoche des Rokoko.

Als allgemeines Ideal galt und gilt in der Regel die harmonische
Verbindung von Liebe, Erotik und Sexualität, also die Vereinigung von
emotionaler, geistiger und körperlicher Liebe. Schon die Philosophie
im alten Griechenland postulierte die Notwendigkeit einer Einheit von
Körper, Geist und Seele, damit der Mensch mit sich selbst im Einklang
sei.
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